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Die besten Ernährungstipps für Pollenallergiker

Äpfel, Nüsse oder Sellerie bereiten Probleme? Mit gezielten Maßnahmen können Betroffene Kreuzreaktionen vermeiden.

Äpfel führen bei Pollenallergikern häufig zu Kreuzreaktionen. ©Glamy/Fotolia

Äpfel führen bei Pollenallergikern häufig zu Kreuzreaktionen. ©Glamy/Fotolia

Fast jeder zweite Pollenallergiker leidet unter einer Kreuzallergie. Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel, die botanisch eng mit der Pollenart verwandt sind. So kann es bei einer Allergie gegen Baumpollen zu Reaktionen auf Stein- und Kernobst, Nüsse, Sellerie, Karotten, Tomaten, Paprika, Anis oder Curry kommen. Gras- und Getreidepollenallergiker vertragen dagegen häufig kein Getreide und Mehl. Bei Kräuterpollen wie Beifuß können gleichzeitig Allergien gegen Gewürze, frische Kräuter, Kräutertees oder Kosmetika auftreten. Birkenpollenallergiker können zudem auf bestimmte Sojaprodukte allergisch reagieren. Besonders kritisch sind Eiweißpulver und Getränke mit Sojaproteinisolat – einem konzentrierten Auszug aus der Sojabohne.

Die Kreuzreaktionen machen sich zumeist als Kratz- oder Juckreiz am Gaumen und Rachen oder Schwellung der Mundschleimhaut bemerkbar. Sie können sofort oder auch erst einige Zeit nach dem Genuss der betreffenden Lebensmittel in Erscheinung treten. In seltenen Fällen kommt es zu asthmatischen Beschwerden oder einem anaphylaktischen Schock. Umso wichtiger ist, dass Pollenallergiker über mögliche Kreuzreaktionen informiert sind. Wer die kritischen Nahrungsmittel kennt, sollte sie am besten von vornherein meiden. Aber auch durch Bearbeitung lässt sich ihr Allergen-Potenzial verringern. Nachfolgend einige Ernährungstipps für Betroffene:

  • Bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit geringem Allergen-Potenzial: Beeren und Zitrusfrüchte, Salate, Salatgurke und gekochtes Gemüse wie Aubergine, Brokkoli, Kohl, Kartoffeln, Paprika, Prinzessbohnen, Spinat, Spargel oder Zucchini. Getreide-Allergiker können meist Buchweizen, Schmelzhaferflocken, geschälten Reis, Knäckebrot und Sauerteigbrot vertragen. Bei Nüssen gelten Pekan- und Kokosnüsse und bei Gewürzen Ingwer, Lorbeer, Muskatnuss, Nelken, Zimt und getrocknete Kräuter wie Majoran, Rosmarin, Salbei und Thymian als unproblematisch.
  • Kritisch sind insbesondere rohes Obst, Obstsäfte, Müsli oder Körnerbrötchen. Durch Kochen (mindestens drei Minuten) kann das Allergen-Risiko insbesondere von Obst und Gemüse gemindert werden. Ähnliches gilt für Kompott und Konservenwaren. Auch gut durchgebackenes Misch- oder Vollkornbrot und Brot aus sehr fein gemahlenem Getreide wirkt nach dem Ausbacken weniger allergen.
  • Wer Beschwerden nach dem Genuss von Äpfeln bekommt, sollte es mit leicht unreifen Früchten versuchen, da diese oft besser vertragen werden als sehr reifes Obst. Auch altdeutsche Sorten (z. B. Berlepsch Boskop, Gravensteiner, Gloster) bereiten meist seltener Probleme als neue Züchtungen (z. B. Cox, Delicious, Granny, Jonagold, Braeburn)
  • Damit kein Vitamin- und Mineralienmangel entsteht, auf eine ausreichende Versorgung mit Milch, Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Eiern achten.
  • Bei Fertiggerichten kann es durch die verschiedenen Inhaltsstoffe zu allergischen Problemen kommen. Lesen Sie daher die Deklaration auf der Verpackung genau. Allerdings sind nicht immer alle Zutaten vollständig angegeben. Hier hilft im Zweifelsfall nur der Verzicht.
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