Fettleber bei Kindern

Fettleber bei Kindern

Schon Minderjährige leiden immer häufiger an einer nicht-alkoholischen Fettleber. Darauf hat die Deutsche Leberstiftung anlässlich des Weltkindertages hingewiesen. Gründe für eine Fettleber bei Kindern sind ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Nach einem Report der Gesellschaft der Europäischen Gastroenterologen aus dem Jahr 2016 ist in Europa bereits jedes zehnte von einem Arzt behandelte Kind betroffen. Wichtig zu wissen: Die Lebererkrankung macht sich nur sehr selten durch Krankheitssymptome bemerkbar. Allerdings ist sie ein großes Gesundheitsrisiko. So besteht auch bei betroffenen Kindern die Gefahr einer Leberentzündung. Zudem kann eine nicht mehr umkehrbare Vernarbung des Leber-Gewebes (Fibrose) entstehen. Dies kann sich zu einer Leberzirrhose entwickeln und erhöht das Risiko für Leberzellkrebs.

Übergewicht abklären lassen

Daher rät die Deutsche Leberstiftung, bei Übergewicht immer auch eine Fettleber bei Kindern vom Arzt abklären zu lassen. So kann bereits eine einfache Ultraschalluntersuchung  Leberveränderungen sichtbar machen. Auch erhöhte Leberwerte (GPT, GOT und GGT) weisen auf eine Lebererkrankung hin. Gute Nachricht: Durch rechzeitige Diagnose, Behandlung sowie Ernährungsumstellung und Sport können sich Fettablagerungen in der Leber wieder zurückbilden.

Nach Angaben der Deutschen Leberstiftung weist jeder dritte Deutsche über 40 Jahre weist verfettete und vergrößerte Leber auf. Es gibt jedoch Tipps, um einer Fettleber vorzubeugen:

  • Bauen Sie Übergewicht langsam ab. Verzichten Sie jedoch auf Hungerkuren. Sie fördern die Entzündung und bergen die Gefahr eines akuten Leberversagens.
  • Schränken Sie Ihre Zuckerzufuhr ein. Meiden Sie insbesondere mit Fruchtzucker und Fruktose-Glukose-Sirup gesüßte Lebensmittel wie Erfrischungsgetränke, Eiscreme und Süßspeisen.
  • Bevorzugen Sie nährstoffreiche, aber kalorien- und fettarme Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fisch, mageres Fleisch und Milchprodukte.
  • Werden Sie körperlich aktiv. Einfacher geht’s, wenn Sie Bewegung in Ihren Alltag einbauen (z. B. Treppe statt Lift benutzen, Einkäufe mit dem Fahrrad anstatt dem Auto erledigen.)
  • Trinken Sie nur hin und wieder Alkohol. Ist Ihre Leber bereits geschädigt, gilt: Alkohol konsequent meiden.
  • Lassen Sie Ihre Leberwerte regelmäßig vom Hausarzt überprüfen.

Tipp: Die Deutsche Leberstiftung stellt auf ihrer Internetseite einen Fragebogen bereit, mit dem Sie Ihr Risiko für eine Lebererkrankung ermitteln können: http://www.deutsche-leberstiftung.de/hilfe/lebertest-netz_fz.pdf