Folsäure kann vor Schlaganfall schützen

Menschen mit Bluthochdruck (Hypertonie) sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfall-Risiko um mehr als 70 Prozent senken. Ärzte von der Uniklinik in Peking hatten im Rahmen des “China Stroke Primary Prevention Trial” (CSPPT) die Daten von mehr als 20.000 Teilnehmern untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Gabe von Folsäure zusätzlich zu einer Behandlung mit dem Blutdrucksenker Enalapril bei Patienten mit einem hohen Risiko für Folsäuremangel die Schlaganfall-Häufigkeit um ein Fünftel senkte. Bei Teilnehmern mit erhöhten Homocysteinwerten (über 15 Mikromol pro Liter) und einer geringen Thrombozytenzahl im Blut verringerte es sich sogar um 73 Prozent. Die Forscher glauben daher, dass diese Patienten besonders von einer Folsäuregabe profitieren. Wenige Thrombozyten deuten auf Blutgefäßverletzungen hin, wodurch die Blutplättchen in den Gefäßen verklumpen und Gerinnsel bilden können. Folsäure ist unter anderem am Abbau von Homocystein beteiligt – einem Zellgift, das im Zusammenhang mit Thrombosen, Embolien, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall steht. (Journal of the American College of Cardiology/Ärztezeitung)