Brennnessel, Löwenzahn und Co. regen den Stoffwechsel an und
versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen
Müde, lustlos, infektanfällig, Hautprobleme und ein paar
Kilogramm zu viel an Bauch und Hüften: So geht es derzeit vielen von uns am
Ende des Winters. Heilpflanzensäfte bieten eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit,
um fit und gesund ins Frühjahr zu starten. Frischpflanzenpresssäfte sind besonders
wirkungsvoll, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper mit wichtigen
Nährstoffen zu versorgen, da hier alle Inhaltsstoffe der Pflanze – darunter
Alkaloide, Gerb- und Bitterstoffe oder ätherische Öle – enthalten sind.
Außerdem eignet sich eine Kur auch prima zur Unterstützung einer Diät.
Frischpflanzenpresssäfte bekommen Sie einzeln oder als Mischung in Apotheken
und Reformhäusern. Heilpflanzensäfte sollten am besten zweimal täglich über
mehrere Wochen eingenommen werden. Um die Ausscheidung und Entschlackung von
Giftstoffen zu fördern, sollten Sie zusätzlich viel trinken. Folgende
Pflanzensäfte sind besonders empfehlenswert:
Artischockensaft: Bewährtes Mittel zur Anregung der Leber-
und Gallentätigkeit, das auch cholesterinsenkend wirkt. Außerdem regt
Artischocke den Fettstoffwechsel an.
Birkensaft: Die Inhaltsstoffe lindern bakterielle
Entzündungen der Harnwege und wirken unterstützend bei rheumatischen
Beschwerden. Birkensaft ist wegen seiner „durchspülenden“ Wirkung gut geeignet
für eine Frühjahrskur.
Brennnesselsaft: Kraut und Wurzel der Brennnessel werden
während der Blüte gesammelt. Die darin enthaltenen Stoffe helfen nicht nur
gegen (Frühjahrs-)Müdigkeit und Stress, sondern sorgen auch für eine reine,
glatte Haut. Medizinisch wird Brennnessel auch bei Nieren-, Blasen- und
Prostataleiden sowie rheumatischen Beschwerden eingesetzt.
Brunnenkressesaft: Reinigt das Blut und wirkt anregend auf
die Verdauungsdrüsen, Darm, Leber und Galle. Jod regt zudem den Grundumsatz an,
Vitamin C stärkt die Abwehr.
Löwenzahnsaft: Ist – vor allem in Kombination mit Sellerie-
und Brennnesselsaft – besonders geeignet für eine Ausscheidungs- und
Entschlackungskur. Die Bitterstoffe regen Leber, Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse
an.
Sauerkrautsaft: Eine mehrwöchige Kur mit Sauerkrautsaft
unterstützt die gesunde Darmflora und ist daher bei Verdauungsbeschwerden,
infektiösen Magen- und Darmentzündungen sowie Nervosität und Unruhe hilfreich.
Zudem wirkt Sauerkraut mild entwässernd und harntreibend.
Schafgarbensaft: Entspannt bei nervösen und leichten
krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und kann zudem Menstruations-
und Wechseljahrsbeschwerden lindern.
Selleriesaft: Zum Abbau von Schlacken und anderen
Stoffwechselprodukten ist eine Kur mit Selleriesaft günstig. Sellerie enthält
nicht nur besonders viel entwässerndes Kalium, sondern auch zahlreiche Vitamine
und Mineralstoffe.
Weißdornsaft: Ist wegen seiner herzstärkenden Wirkung
bekannt und daher ein ideales Mittel, um Kreislaufschwäche und Erschöpfung
vorzubeugen. Der Saft wirkt auch stärkend nach Infektionen.
Zinnkrautsaft: Enthält besonders viel pflanzliche
Kieselsäure. Diese strafft Haut und kräftigt Haare und Nägel, entwässert und
kräftigt die Körperstruktur. Außerdem regt Zinnkraut die Nierentätigkeit an.
Auch Husten und Heiserkeit können gelindert werden.
Hinweis: Von
Heilpflanzensäften sind unter normalen Umständen keine Nebenwirkungen zu
erwarten. Personen mit akuten Nierenerkrankungen sollten jedoch
sicherheitshalber vorher einen Arzt oder Apotheker fragen.
Erscheinungsdatum: 10.02.2012
Ausgabe: MM-03-12
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