Home
Über uns
Medical Mirror
Aktuell
Medizin News
Magazin
Weitere Themen
Abonnement
Veröffentlichungen
Rechercheservice
Autorenaufträge
Referenzen
Links
Kontakt
Impressum
AGB
home - medical-mirror - aktuell - magazin - so-beugen-sie-zinkmangel-vor.php

So beugen Sie Zinkmangel vor

So beugen Sie Zinkmangel vor

Besonders in der Erkältungszeit ist eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements wichtig

Zink ist ein essentielles (lebensnotwendiges) Spurenelement, das in allen Körperzellen, Geweben und Organen unseres Körpers vorkommt. Als Bestandteil von Enzymen und anderen Eiweißstoffen ist Zink für eine Vielzahl von lebenswichtigen Körperfunktionen wie Wachstum und Regeneration von Körperzellen wichtig. Da es der Körper nicht selbst herstellen kann, sind wir auf die tägliche Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Ein Zinkmangel macht sich besonders in der Erkältungszeit durch erhöhte Infektanfälligkeit bemerkbar. Weitere Anzeichen können sein:

  • Wundheilungsstörungen, trockene und schuppige Haut, Risse in den Mundwinkeln, Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Brüchige Nägel (auch Querfurchen), glanzloses und brüchiges Haar, Haarausfall
  • vermindertes Geruchs- und Geschmacksempfinden
  • Störungen des Hell-Dunkel-Sehvermögens
  • Fruchtbarkeits- und Potenzstörungen
  • Ängste, Depressionen, Stimmungsschwankungen
  • gestörtes Lernverhalten bei Kindern

Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Referenzwerte für die Tageszufuhr (7 mg für Frauen, 10 mg für Männer) werden fast nie erreicht. Eine wichtige Rolle spielen moderne Lebensgewohnheiten (einseitige Ernährung, Schlankheitskuren, Rauchen und Alkoholkonsum). Auch durch vegetarische Ernährung kommt es leicht zu Zinkmangel. Grund: Zink wird aus tierischen Lebensmitteln viel besser aufgenommen als aus pflanzlichen Produkten.

Auch Stress, Umweltbelastung mit Schwermetallen oder Medikamenten-Einnahme (z. B. Antibiotika, Abführmittel, Entwässerungsmittel, Kortison) kann zu Zinkmangel führen. Bei Diabetikern beeinflusst das Spurenelement gemeinsam mit Chrom die Wirkung des Insulins. Mehrere Studien konnten zudem belegen, dass Zink die Immunabwehr gegen Infekte und Atemwegs-erkrankungen stärkt. Bei Hauterkrankungen und Allergien (z. B. Heuschnupfen) wirkt Zink antiallergisch und antientzündlich. Auch Schwangere und Stillende sollten auf eine ausreichende Zinkversorgung achten.

Da sich Zinkmangel erst dann im Blut bemerkbar macht, wenn der Mangel schon weit fortgeschritten ist, sollten Sie rechtzeitig auf mögliche Symptome achten und den Verdacht beim Arzt abklären lassen.

Wie Sie einem Zinkmangel vorbeugen können:

  • Essen Sie möglichst frische Lebensmittel, da aus raffinierten Produkten (z. B. Weizenmehl) oder Tiefkühlkost das Zink häufig entfernt wird. Auch Zinn aus Konservendosen behindert die Zinkaufnahme.
  • Viele zinkhaltige Lebensmittel enthalten Phytat, das die Aufnahme des Zinks behindert. Folgende Lebensmittel besitzen einen hohen Zinkge-halt, aber wenig Phytat: Rinder- und Schweineleber, Käse, Austern, Kerbel, Erbsen, Mungo- und Sojabohnen, Nüsse und Samen. Auch mit Bierhefe können Sie Ihre Zinkversorgung verbessern.
  • Wer seinen Zinkbedarf mit der Nahrung nicht decken kann oder tierische Produkte meidet, sollte auf ein Zink-Präparat zurückgreifen. Achten Sie auf organische Zinkverbindungen, wie z. B. Zink-Histidin oder -Acetat, da diese besonders gut vom Körper aufgenommen werden.

Erscheinungsdatum: 19.12.2011  Ausgabe: MM-25-11

einen Schritt zurück

Medical Mirror  
Inh. Stella Cornelius-Koch E-Mail: info@medical-mirror.de
Louise-Böhm-Weg 6, 28357 Bremen Tel.: 0421/25 75 282 Fax: 0421/25 75 283