Besonders
in der Erkältungszeit ist eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements wichtig
Zink ist ein essentielles (lebensnotwendiges) Spurenelement,
das in allen Körperzellen, Geweben und Organen unseres Körpers vorkommt. Als Bestandteil
von Enzymen und anderen Eiweißstoffen ist Zink für eine Vielzahl von
lebenswichtigen Körperfunktionen wie Wachstum und Regeneration von Körperzellen
wichtig. Da es der Körper nicht selbst herstellen kann, sind wir auf die
tägliche Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Ein Zinkmangel macht sich besonders
in der Erkältungszeit durch erhöhte Infektanfälligkeit bemerkbar. Weitere
Anzeichen können sein:
- Wundheilungsstörungen, trockene und schuppige Haut, Risse in
den Mundwinkeln, Entzündungen der Mundschleimhaut
- Brüchige Nägel (auch Querfurchen), glanzloses und brüchiges
Haar, Haarausfall
- vermindertes Geruchs- und Geschmacksempfinden
- Störungen des Hell-Dunkel-Sehvermögens
- Fruchtbarkeits- und Potenzstörungen
- Ängste, Depressionen, Stimmungsschwankungen
- gestörtes Lernverhalten bei Kindern
Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
empfohlenen Referenzwerte für die Tageszufuhr (7 mg für Frauen, 10 mg für
Männer) werden fast nie erreicht. Eine wichtige Rolle spielen moderne Lebensgewohnheiten
(einseitige Ernährung, Schlankheitskuren, Rauchen und Alkoholkonsum). Auch
durch vegetarische Ernährung kommt es leicht zu Zinkmangel. Grund: Zink wird
aus tierischen Lebensmitteln viel besser aufgenommen als aus pflanzlichen Produkten.
Auch Stress, Umweltbelastung mit Schwermetallen oder
Medikamenten-Einnahme (z. B. Antibiotika, Abführmittel, Entwässerungsmittel,
Kortison) kann zu Zinkmangel führen. Bei Diabetikern beeinflusst das Spurenelement
gemeinsam mit Chrom die Wirkung des Insulins. Mehrere Studien konnten zudem
belegen, dass Zink die Immunabwehr gegen Infekte und Atemwegs-erkrankungen
stärkt. Bei Hauterkrankungen und Allergien (z. B. Heuschnupfen) wirkt Zink
antiallergisch und antientzündlich. Auch Schwangere und Stillende sollten auf
eine ausreichende Zinkversorgung achten.
Da sich Zinkmangel erst dann im Blut bemerkbar macht, wenn
der Mangel schon weit fortgeschritten ist, sollten Sie rechtzeitig auf mögliche
Symptome achten und den Verdacht beim Arzt abklären lassen.
Wie Sie einem Zinkmangel vorbeugen können:
- Essen Sie möglichst frische Lebensmittel, da aus
raffinierten Produkten (z. B. Weizenmehl) oder Tiefkühlkost das Zink häufig
entfernt wird. Auch Zinn aus Konservendosen behindert die Zinkaufnahme.
- Viele zinkhaltige Lebensmittel enthalten Phytat, das die
Aufnahme des Zinks behindert. Folgende Lebensmittel besitzen einen hohen Zinkge-halt,
aber wenig Phytat: Rinder- und Schweineleber, Käse, Austern, Kerbel, Erbsen,
Mungo- und Sojabohnen, Nüsse und Samen. Auch mit Bierhefe können Sie Ihre
Zinkversorgung verbessern.
- Wer seinen Zinkbedarf mit der Nahrung nicht decken kann oder
tierische Produkte meidet, sollte auf ein Zink-Präparat zurückgreifen. Achten
Sie auf organische Zinkverbindungen, wie z. B. Zink-Histidin oder -Acetat, da
diese besonders gut vom Körper aufgenommen werden.
Erscheinungsdatum: 19.12.2011
Ausgabe: MM-25-11
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