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So helfen Sie Ihrem Gehirn auf die Sprünge

So helfen Sie Ihrem Gehirn auf die Sprünge

Geistige Höhenflüge gefragt, aber nichts geht? Einfache Tipps, die Ihre grauen Zellen sicher auf Trab bringen

Eine wichtige Präsentation, Prüfung oder stressige Jobphase: Mit unseren grauen Zellen ist es so eine Sache: Gerade dann, wenn es darauf ankommt, lassen sie einen im Stich. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Gehirnleistung auf einfache und natürliche Weise zu verbessern.

Mindestens sechs Stunden schlafen: Auch wenn Sie das Gefühl haben, nicht genügend gelernt zu haben: Gehen Sie besser frühzeitig ins Bett. So fand der US-Psychiater Robert Stickgold von der Harvard Medical School heraus, dass wir uns Gelerntes nur dann gut merken können, wenn wir vorher mindestens sechs Stunden geschlafen haben. Vermutlich hilft Schlaf, neue Informationen im Gehirn zu organisieren und zu verankern, sodass man es richtig wieder abrufen kann. Also: Licht aus, Gehirn an!

Gut und richtig essen: Nehmen Sie sich morgens unbedingt die Zeit für ein Frühstück. So müssen die über Nacht aufgebrauchten Kohlenhydrat-Reserven des Gehirns wieder aufgefüllt werden. Am besten klappt dies mit komplexen Kohlenhydraten. Sie lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und versorgen das Gehirn über Stunden gleichmäßig mit Traubenzucker (Glukose). Kombiniert mit Eiweiß, funktioniert sogar das Kurzzeit-Gedächtnis besser. Einen guten Start bietet ein Müsli aus Getreide, Obst und Magermilch oder Magerjoghurt. Gut geeignet ist auch Vollkornbrot mit fettarmen Käse, Quark oder magerem Schinken und frischem Obst.

Trinken nicht vergessen: Studien haben gezeigt, dass die geistige Leistungsfähigkeit schon bei einem Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent nachlässt. Achten Sie daher darauf, neben „gehirngerechten“ Lebensmitteln auch ausreichend (1,5 bis 2 Liter täglich) Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ideal sind (Mineral-)Wässer, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft). Vorsicht vor Kaffee: Er macht zwar kurzfristig wach; doch schon bald danach fühlt man sich wieder müde. Besser geeignet ist grüner Tee, weil er sanfter und lang anhaltender anregt.

Sport treiben: Durch körperliche Bewegung wird der Stress abgebaut, der die Hirnaktivität hemmt. Zudem steigt die Durchblutung des Gehirns. Folge: Denkblockaden werden aufgelöst, und wir können uns besser konzentrieren. Auch die Zusammenarbeit zwischen der linken (rationalen) und der rechten (emotionalen) Hirnhälfte wird verbessert, wodurch wir kreativer werden und selbst komplexe Probleme lösen können. Gut geeignet: Ausdauersportarten mit rhythmischen Bewegungen wie Joggen, Walken oder Rad fahren. 

Bewusst entspannen: Aufgeregt oder nervös? Regelmäßiges tiefes Ein- und Ausatmen kann helfen, sagt Frank Felberbaum, Leiter des Memory Training Systems in New York. Auch ein Spaziergang in der Natur oder Yoga-Übungen beruhigen den Geist. Gut vor einer Präsentation oder Prüfung: Die Augen schließen, ruhig in den Bauch ein- und ausatmen (evtl. Hände auf den Unterbauch legen). Die Schultern sind dabei ganz locker. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit jedem Atem die Spannung immer mehr loslassen.

Negative Gedanken ersetzen: Wenn unser Gehirn nicht so funktioniert, wie es soll, liegt das oft auch an blockierenden Gedanken, wie z. B. „Das schaffe ich nie!“. Sobald dieser Gedanke auftaucht, sagen Sie laut und deutlich „Stopp!“ Ersetzen Sie den negativen Gedanken durch einen positiven, wie z. B. „Ich werde die Prüfung gut bestehen!“. Schreiben Sie ihn auf einen Zettel, den Sie sichtbar aufhängen, z. B. an den Badezimmerspiegel.

Erscheinungsdatum: 16.08.2010  Ausgabe: MM-16-10

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