Wer etwas lernen muss, sollte sich erst einmal „aufs Ohr legen“. Neue Untersuchungen an der Universität von Kalifornien in Berkeley bestätigen, was viele bereits ahnten: Schlaf erfrischt den Geist.
Doch nicht nur das: Er macht auch noch klug. In einer Studie mussten 39 junge Erwachsene kräftig büffeln. Ein Teil der Probanden durfte danach ab 14 Uhr eine 90-mütige „Siesta“ einlegen. Weitere Tests um 18 Uhr ergaben, dass diejenigen mit Pause deutlich besser abschnitten und sogar ihre Lernfähigkeit erhöht hatten. Die neuen Erkenntnissen bestätigen die Annahme, dass Schlaf notwendig ist, um den Kurzzeitgedächtnis-Speicher im Gehirn frei zu machen und Platz für neue Informationen zu schaffen. In früheren Studien hatten die Berkeley-Forscher bereits nachweisen können, dass nächtliches Durcharbeiten, wie es viele Schüler und Studenten kurz vor Prüfungen praktizieren, kontraproduktiv ist. So sank hierdurch die Fähigkeit, neue Informationen zu erfassen, um 40 Prozent.
Erscheinungsdatum: 12.03.2010
Ausgabe: MM-05-10 |