Schnupfen-Geplagte sollten abschwellende Nasensprays und -tropfen höchstens fünf bis sieben Tage anwenden.
Dies rät Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. Werden solche Präparate länger eingesetzt, tritt der gegenteilige Effekt ein: Die Verstopfung der Nase nimmt zu, sobald die Wirkung des Arzneimittels nachlässt. Die Nasen-schleimhaut wird plötzlich stark durchblutet und schwillt an. „Das verleitet Schnupfengeplagte dazu, immer häufiger zum Spray zu greifen und die Dosis zu steigern, weil sie die verstopfte Nase frei bekommen wollen", erklärt der Mediziner. Zudem kann sich bei Langzeitgebrauch eine medikamentös bedingte Entzündung der Nasenschleimhäute entwickeln. Mögliche Folge sind chronische Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen oder Nasenpolypen. Am besten ist es, das Mittel sofort vollständig abzusetzen. In der Entwöhnungsphase helfen Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung (1 EL auf 1 l lauwarmes Wasser, 3-4mal täglich), wieder besser Luft zu bekommen.
Erscheinungsdatum: 13.01.2012
Ausgabe: MM-01-12 |