Viele Kinder und Jugendliche klagen über den frühen Unterrichtsbeginn – anscheinend zu Recht: Schon die Möglichkeit, morgens eine halbe Stunde länger im Bett zu bleiben, verbessert die schulischen Leistungen.
Zudem stärkt es die Motivation und führt zu weniger Schwänzen des Unterrichts. Dies zeigt eine US-Studie an der Hasbro Kinderklinik in Providence mit rund 200 Schülern der Klassen 9 bis 12. Hierfür hatten die Forscher den Unterrichtsbeginn probeweise von 8.00 auf 8.30 Uhr verlegt. Wie sich herausstellte, gingen die Jugendlichen wie vorher zur gewohnten Zeit ins Bett und bekamen dadurch mehr Schlaf. So ging die Zahl der Schüler, die weniger als sieben Stunden schliefen, um 79,4 Prozent zurück. Dafür stieg der Anteil derjenigen mit mindestens acht Stunden Nachtruhe von 16,4 auf 54,7 Prozent. (JAMA)
Erscheinungsdatum: 16.07.2010
Ausgabe: MM-14-10 |