Gleitsichtbrillen bergen gewissen Risiken für ältere Menschen. So kann es bei Multifokalgläsern, die „gleitend“ Kurz- und Weitsichtigkeit korrigieren, zu Problemen mit dem Gleichgewicht und Stürzen kommen.
Australische Forscher der Universität von Neusüdwales in Sydney hatten rund 600 Senioren untersucht, die ihre Gleitsichtbrille mindestens dreimal wöchentlich außer Haus trugen. Alle Teilnehmer waren in der Vergangenheit bereits gestürzt. Für die Studie erhielt ein Teil der Probanden eine normale Fernsichtbrille. Dadurch sank das Sturzrisiko ingesamt um acht Prozent. Besonders profitierten von der Maßnahme diejenigen, die viel unterwegs waren: In dieser Gruppe gab es 40 Prozent weniger Unfälle. Diejenigen, die sich wenig draußen aufhielten, stürzten dagegen außer Haus häufiger. Aus diesem Grund kann der Wechsel zur normalen Brille vor allem für aktive Senioren sinnvoll sein. (British Medical Journal)
Erscheinungsdatum: 04.06.2010
Ausgabe: MM-11-10 |