Wem ein makelloses Gebiss wichtig ist, sollte sich ein Zungenpiercing noch einmal genau überlegen. Ein Metallteil in der Zunge kann nämlich auf Dauer die Zähne verschieben und eine unschöne Zahnlücke zur Folge haben.
Dies berichten US-Zahnmediziner von der Universität Buffalo. Sie verweisen auf das Fallbeispiel einer 26-jährigen Patientin, die über sieben Jahre lang ihre Schneidezähne mit dem Piercing malträtiert hatte, so dass eine Lücke zwischen den Zähnen entstand. Bereits in einer früheren Studie hatten die Forscher zeigen können, dass viele Highschool-Schüler ihr Zungenpiercing immer wieder gegen und zwischen die oberen Schneidezähne drückten. Neben einer Zahnlücke können Zungenpiercings auch Blutungen, Infektionen, Zahn- und Zahnfleischschäden und im schlimmsten Fall einen Hirnabszess verursachen, warnen die US-Mediziner. Wer seine Gesundheit, Zähne und seinen Geldbeutel schonen möchte, sollte daher am besten auf ein Zungenpiercing ganz verzichten, so der Rat der Experten.
Erscheinungsdatum: 16.08.2010
Ausgabe: MM-16-10 |