Medizin-News: Hot-Yoga gegen Depressionen

Dass Yoga Körper und Seele gleichermaßen gut tut, ist bekannt. Jetzt zeigt eine neue US-Studie an der Universität von San Francisco, dass die indische Übungslehre auch Frustessen und negative Gedanken verringern kann. An der Untersuchung hatten 52 Frauen mit Anzeichen von Depressionen teilgenommen. Diese wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Hälfte praktizierte zweimal wöchentlich für zwei Monate Bikram- oder Hot-Yoga – eine Yoga-Form, bei der die Übungen in einem heißen Raum durchgeführt werden. Die andere Hälfte verzichtete darauf. Nach acht Wochen waren Stress und emotionales Essverhalten bei den aktiven Teilnehmerinnen dreimal so stark zurückgegangen wie in der Kontrollgruppe. Zudem konzentrierten sich die Yoga-Schülerinnen weniger auf negative Gedanken und ihre Ursachen. Ihnen gelang es auch besser, positive Gefühle zuzulassen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Forscher vom Massachusetts General Hospital in Boston. Sie untersuchten 29 Erwachsene (überwiegend Frauen) mit leichten bis mittelschweren Symptomen einer Depression. Nachdem die Probanden acht Wochen lang Hot-Yoga geübt hatten, ging es auch ihnen deutlich besser. (New Scientist)