Medizin-News: Vorsicht vor Herbstmilben

Die Zeckenzeit ist (weitgehend) vorbei. Doch bis Oktober muss man beim Aufenthalt im Freien mit einem anderen lästigen Spinnentier rechnen: der Herbst- oder Erntemilbe. Sie entwickelt sich vor allem in Süddeutschland im Spätsommer und Frühherbst zu einer regelrechten Plage, so die Stiftung Kindergesundheit. Stechfreudig sind nur die winzigen, rot-orangefarbenen Larven, die auf Gräsern, Sträuchern oder Buchenhecken maximal 20 Zentimeter über dem Boden hausen. Sie sind an warmen Tagen, vor allem am Spätnachmittag, besonders aktiv. Herbstmilben saugen kein Blut und übertragen – anders als Zecken – keine gefährlichen Krankheitserreger. Unangenehm sind ihre Stiche aber dennoch. Dazu lösen sie mit ihrem Speichel das Gewebe punktuell an und nehmen die dort austretende Gewebsflüssigkeit auf. Nach dem Saugen lassen sie sich abfallen. Häufig betroffen sind dünne Hautpartien wie Kniekehlen, Leisten, Knöchel oder Achseln. Aus den kleinen roten Hautknötchen können nach einigen Stunden juckende Quaddeln und Hautrötungen enstehen. Zur Linderung des Juckreizes und Vorbeugung von Infekionen rät die Stiftung Kindergesundheit, die Stichstellen mit 70-prozentigem Alkohol oder juckreizlindernden Mitteln zu behandeln. Am besten hält man die Milben aus dem Garten fern, indem man den Rasen kurzhält und Grasschnitt schnell entfernt. Auch Abwehrmittel (Repellents) bieten einen gewissen Schutz.