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Mit Allergien auf Reisen

Was Sie beachten sollten, wenn Sie mit Allergien auf Reisen gehen

Allergien
Bildquelle: pure-life-pictures/fotolia

Mal ausspannen und dem Alltag entfliehen: Insbesondere Pollenallergiker hoffen, durch eine Reise dem gefürchteten Heuschnupfen und seinen Begleiterscheinungen entkommen zu können. Mit Allergien auf Reisen zu gehen, ist jedoch nicht so leicht, denn: Auch im Ausland ist man vor Pollen nicht gefeit.

Allergien: Auf das Urlaubsziel kommt es an

Um ihnen gezielt entfliehen zu können, sollte man daher genau wissen, auf welche Blüten und Gräser man allergisch reagiert. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wohin man verreist. Als Faustregel gilt: Je weiter es einen in den Süden zieht, umso früher muss man mit Pollenflug rechnen. Dafür ist aber beispielsweise im Juni und Juli die Gräserpollensaison in Spanien schon vorbei. Bescheid wissen sollte man auch über die Vegetation. So werden Baumpollenallergiker in waldreichen Gebieten wie Skandinavien im Frühsommer kaum Erholung finden. Dagegen ist ein Aufenthalt am Meer oder noch besser auf einer Insel, die nicht zu nah an der Küste liegt, bei einer Allergie gegen Pollen ideal. Das Gleiche gilt für das Hochgebirge (ab 2.000 Metern).

Die Pollenflugvorhersage für Deutschland kann man im Internet unter www.dwd.de/pollenflug, die für Europa unter www.polleninfo.org abrufen.

Allergien: Tipps für die Reise-Vorbereitung

Auch Personen mit anderen Allergien sollten sich auf den Start in die Ferien gut vorbereiten. Woran Sie in jedem Fall denken sollten:

  • Versuchen Sie, die Belastungen der Vorbereitungen und eigentlichen Reise in Grenzen zu halten, da Stress die Allergie-Symptome verstärken kann.
  • Nehmen Sie immer ausreichend Medikamente (Antihistaminika, Aerosole, Augentropfen) mit. Im Zweifelsfall sind sie im Ausland nicht schnell zu bekommen.
  • Legen Sie einen Teil der Medikamente ins Handgepäck, einen Teil in den Koffer. So haben Sie die benötigten Mittel immer bei sich, auch wenn Ihnen die Handtasche oder der Koffer abhandenkommen sollte.
  • Bei schweren Allergien: Besorgen Sie sich ein Notfallset in der Apotheke. Lassen Sie sich und Ihrer Reisebegleitung die Handhabung und Ausstattung vom Arzt erklären.
  • Denken Sie an Ihren Allergiepass und einen Notfallausweis. Tipp: Beim Bundesanzeiger Verlag können Sie den Europäischen Notfallausweis (Kosten 3,30 Euro) bestellen: bundesanzeiger-verlag.de, Tel. 0221/97668-333
  • Wichtig für Nahrungsmittelallergiker: Sorgen Sie dafür, dass Sie die Ausdrücke „Ihrer“ Allergene in der jeweiligen Landessprache kennen. Hilfreich ist der Sprachführer des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland: evz.de sowie die kostenlose App „ECC-Net: Travel“.
  • Buchen Sie als Allergiker möglichst rauchfreie und staubarme Hotelzimmer oder Ferienwohnungen ohne Haustierhaltung. Vorteilhaft sind auch spezielle Matratzenbezüge zum Schutz vor Hausstaubmilben sowie Klimaanlagen mit Staub- und Pollenfiltern. Anschriften von allergikerfreundlichen zertifizierten Urlaubsregionen gibt es unter www.allergikerfreundlich.de.

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