Mit Probiotika gegen Knochenschwund

Probiotika können bei älteren Menschen möglicherweise eine Osteoprose verhindern. Dies zeigt eine schwedische Studie an der Universitätsklinik Göteborg. Hierin erhielten 90 zufällig ausgewählte Frauen im Alter von durchschnittlich 76 Jahren und mit niedriger Knochendichte zweimal täglich ein Pulver mit Lactobacillus reuteri 6475 oder ein Placebo. Dieses wurde mit einem nicht-alkoholischen Getränk oder einem Nahrungsmittel vermischt. Ergebnis: Bei Probandinnen mit Probiotikum halbierte sich der Verlust an Knochendichte verglichen mit Frauen, die das Schein-Präparat einnahmen. So hatte sich nach einem Jahr die Knochenmineraldichte am Schienbein in der Probiotika-Gruppe um 0,83 Prozent verringert, in der Placebo-Gruppe um 1,85 Prozent. Ähnliches zeigte sich bei den Veränderungen der Knochendichte an Hüfte und Wirbelsäule. (Journal of Internal Medicine/Ärztezeitung)

Dass Darmbakterien eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit spielen, wird schon länger vermutet. So können die lebenden Organismen in Probiotika durch den Hormonmangel bedingte gestörte Darmflora wieder aufbauen. Dadurch kann der Körper für die Knochen wichtigen Mineralstoffe Kalzium oder Magnesium besser aufnehmen.