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So stärken Sie Ihr Gedächtnis im Alltag

Hätten Sie’s gewusst? Schon ein paar Lebensstil-Veränderungen können die Gehirnleistung spürbar verbessern.

Bildquelle: Fotolia

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Wie hieß nochmal die neue Kollegin? Wo habe ich nur meinen Schlüssel hingelegt? Und was wollte ich eigentlich einkaufen? Mit den Jahren spielt uns unser Gedächtnis immer öfter Streiche. Doch mit dem Gehirn ist es so wie mit den Muskeln: Trainieren wir es regelmäßig, wird es immer stärker und bleibt dadurch leistungsfähig bis in hohe Alter. Dafür benötigen Sie keine Pülverchen oder Pillen. Mit diesen einfachen Tipps halten Sie Ihr „Oberstübchen“ im Alltag fit:

Brain Food bevorzugen: Besonders wertvoll für das Gehirn ist die Mittelmeerküche. Einer spanischen Studie der Universität Navarra zufolge kann eine mediterrane Kost in Kombination mit einer Extra-Portion Olivenöl oder gemischten Nüssen die Gehirnleistung besser stärken als eine fettarme Ernährung. Tipp: Statt drei große lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag essen. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel (und die Hirnleistung) stabiler.

Gut schlafen: Eine gute Nachtruhe kann im wahrsten Sinne des Wortes für einen klaren Kopf sorgen. So nutzt das Gehirn den Schlaf, um am Tage angesammelte Giftstoffe abzutransportieren, die im Zusammenhang mit einem Funktionsverlust der Nervenzellen stehen, so eine US-Untersuchung an der Universität Rochester. Ein- und Durchschlafstörungen können zudem die Abnahme des Gehirnvolumens beschleunigen. Wichtig: Schlaf-probleme, die länger als vier Wochen anhalten, vom Arzt abklären lassen.

Zeit zum Spielen haben: Wie eine Studie an der Universität Kalifornien in Berkeley zeigt, können lebenslange Aktivitäten wie Lesen oder Spielen Amyloid-Ablagerungen im Gehirn verringern, die im Zusammenhang mit der Alzheimer-Erkrankung stehen. Gönnen Sie sich daher regelmäßig ein gutes Buch, oder veranstalten Sie einen Spieleabend. Auch Puzzles oder Computer-Schach bieten eine Herausforderung für das Gehirn.

Multitasking vermeiden: Fernsehen und gleichzeitig im Internet surfen: Mehrere Dinge auf einmal zu erledigen, ist für viele inzwischen selbstverständlich. Doch unter dem sogenannten Multitasking leidet das Gehirn. Wissenschaftler der Florida State University haben entdeckt, dass bereits das Klingeln oder Vibrieren des Handys genügt, um sich spürbar ablenken zu lassen. Der Effekt ist ähnlich, als wenn man direkt telefoniert oder eine Textnachricht versendet. Daher: Schön eines nach dem anderen machen.

Stress abbauen: Bei Stress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. Ein dauerhaft erhöhter Cortisol-Spiegel wiederum lässt im Gehirn den medialen präfrontalen Kortex regelrecht schrumpfen. Dies kann sich negativ auf die Gedächtnisleistung auswirken, wie Neubiologen der Universität Yale herausgefunden haben. Sorgen Sie daher regelmäßig für Entspannung durch Progressive Muskelentspannung, Mediation, Yoga oder andere Ver-fahren.

Medikamente checken: Manche Arzneimittel können das geistige Leistungsvermögen beeinträchtigen. Das gilt insbesondere im Alter, weil der Organismus die Wirkstoffe dann langsamer abbaut. Hierzu zählen manche Antidepressiva und Mittel gegen Angststörungen, Bluthochdruck (Betablocker), Krebs, Schmerz- oder Schlafmittel. Sehen Sie im Beipackzettel nach. Gegebenenfalls kann der Arzt ein anderes Präparat verschreiben.

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