Sonnenschutz für empfindliche Haut

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Menschen, die leicht einen Sonnenbrand bekommen oder herkömmliche Sonnenschutzmittel nicht vertragen, brauchen besonderen Sonnenchutz für empfindliche Haut. Das haben auch Kosmetik-Hersteller längst erkannt und bieten mittlerweile eine Vielzahl von Sonnenschutzmitteln für empfindliche Haut an. Nach den Untersuchungen von Verbraucher-Magazinen wie Öko-Test und Stiftung Warentest halten die Spezial-Produkte jedoch nicht immer, was sie versprechen.

Besser zu Spezial-Produkten greifen

Allerdings sind Milch, Balsame und Lotionen für empfindliche Haut schon deshalb die bessere Alternative, weil sie im allgemeinen mit weniger reizenden Inhaltsstoffen auskommen als herkömmliche Produkte. So stehen vor allem die darin häufig enthaltenen chemischen UV-Filter im Verdacht, hormonelle Wirkungen zu haben. Im Gegensatz dazu dringen mineralische UV-Filter wie Titandioxid oder Zinkdioxid nicht in die Haut ein. Gut verträglich sind zudem Produkte ohne Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe.

Praktische Tipps für Sonnenempfindliche

Was Menschen mit empfindlicher Haut außerdem beachten sollten:

  • Auch wenn Sie eine äußerst sensible Haut haben, sollten Sie einen Lichtschutzfaktor von maximal 15 bis 20 wählen. Darüber hinaus lässt sich die Schutzwirkung kaum noch steigern. Im Gegenteil: Produkte mit extrem hohen Lichtschutzfaktoren enthalten oft unnötig viel „Chemie“.
  • In vielen Fällen entspricht der tatsächliche Sonnenschutz nicht den deklarierten Angaben, zumal Verbraucher in der Regel nur einen Bruchteil der unter Laborbedingungen getesteten Menge auftragen. Daher gilt: Die erlaubte Sonnenzeit (LSF x Eigenschutzzeit in Minuten) höchstens zu 60 Prozent ausnutzen und danach aus der Sonne gehen.
  • Da Sonnenschutzmittel für empfindliche Haut wenig oder keine Konservierungsstoffe enthalten, sollten sie rasch verbraucht werden. Hat sich die Farbe verändert oder die Lotion in ihre wässrigen und öligen Bestandteile getrennt, ist es höchste Zeit, das Mittel wegzuwerfen.
  • Mindestens fünf Euro pro 100 ml sollte man für ein qualitativ hochwertiges gutes Produkt investieren. Allerdings sind die teuersten Mittel aus der Apotheke laut Öko-Test nicht immer die besten. Auch in Supermärkten, Drogerien oder Reformhäusern gibt es gute Sonnenschutzmittel. Hier gibt es jedoch oft keine qualifizierte Beratung.
  • Manche Medikamente wie Antibiotika oder Johanniskraut können die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Ebenso führen Duftstoffe häufig zu allergischen Reaktionen. Meiden Sie deshalb Parfums, Deodorants oder Make-up, wenn Sie in die Sonne gehen.
  • Pickel und Rötungen in der Sonne – auch „Mallorca-Akne“ genannt – werden häufig durch Emulgatoren ausgelöst. In diesem Fall am besten auf emulgatorfreie Sonnengels ausweichen.

Kinder haben eine besonders sensible Haut. Sie sollten daher bis zum Alter von drei Jahren überhaupt keiner prallen Sonne ausgesetzt werden. Ansonsten gilt: Die Kleinen bei Aufenthalt im Freien gut eincremen und auf textilen Schutz durch Hut und T-Shirt achten.