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Warum Wandern so gesund ist

Mit der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung wird die Gelände- oder Bergtour zum gesunden Vergnügen für Körper und Seele.

Der Blick auf den Gipfel entschädigt für die körperlichen Mühen. ©Fotolia

Von wegen Gamsbarthut und Knickerbocker: Mit den Volkslieder trällernden Vereinsgruppen hat Wandern nichts mehr zu tun, sondern ist längst zum neuen Trendsport avanciert. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach steht Wandern bei den Individualsportarten ganz vorn. 56 Prozent der Befragten gaben an, gelegentlich zu wandern, 9 Prozent tun dies häufig.

Ganzkörper- und Gute-Laune-Training 

Kein Wunder: Wandern hält gesund. Das gleichmäßige Laufen über Stock und Stein trainiert das Herz-Kreislauf-System, die Atemwege und den Stoffwechsel. Wegen der schonenden gleichbleibenden Belastung können selbst ältere oder übergewichtige Menschen wandern. Mit 50 Kilokalorien pro Kilometer liegt der durchschnittliche Kalorienverbrauch nur wenig unter dem des Joggens. Vorteil ist jedoch, dass man beim Wandern sich nicht so schnell verausgabt und in der Regel länger unterwegs ist. Hierdurch wird die Fettverbrennung angekurbelt. Zudem verbessert das moderate Ausdauertraining die kognitive Leistung des Gehirns bis ins hohe Alter. Auch der psychische Effekt ist nicht zu vernachlässigen: Die Mischung aus Naturerleben, frischer Luft und Bewegung regt die Produktion von körpereigenen Endorphinen an. Das macht gute Laune und ist das ideale Mittel gegen den Herbst-Blues.

Tipps, damit die Berg- oder Geländetour zum gesunden Vergnügen wird:

Die richtige Planung: Überlegen Sie schon vorher, welche Tour Sie wandern möchten und wie viel Zeit Sie dafür einplanen müssen. Überfordern Sie sich nicht! Übertriebener Ehrgeiz kann gerade in den Bergen gefährlich werden. Personen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden oder körperlichen Einschränkungen sollten zudem nie alleine losmarschieren.

Der richtige Wanderschuh: Wanderschuhe sollten eine stabile Fersen-kappe und eine rutschfeste Sohle haben. Eine Untersuchung der „Stiftung Warentest“ hat gezeigt, dass leichtere Multifunktionsschuhe schlechter abschneiden als schwerere Lederstiefel. Tipp: Damit nichts drückt; Schuhe rechtzeitig einlaufen. Wichtig sind auch nahtlose Socken. Diese am besten zusammen mit den Schuhen anprobieren.

Die richtige Unterstützung: Beim Bergablaufen ist die Gefahr zu stolpern und zu stürzen, besonders groß. Auch bei längeren Touren bringen moderne Wanderstöcke hilfreiche Unterstützung. Wie US-Forscher der Universität Boston herausfanden, vergrößert der Stockeinsatz die Schrittlänge, während die Schrittfrequenz abnimmt. Menschen mit Rücken- oder Knieproblemen sollten daher auf Wanderstöcke nicht verzichten.

Die richtige Kleidung: Wanderbekleidung sollte gut wärmen, aber at-mungsaktiv sein. Praktisch sind Pullover und Jacken aus Mikrofasern oder Fleece. Tipp: Packen Sie immer ein T-Shirt zum Wechseln sowie eine Regenjacke ein. Sonnenbrille und -schutzcreme nicht vergessen!

Die richtige Ernährung: Obst, Müsliriegel und Vollkornbrot sind ideal für Wandertouren, da sie die notwendige Energie liefern und lange satt machen. Nehmen Sie auch genügend Getränke mit. Geeignet sind Tees, Mineralwasser und Fruchtsaft(schorlen). Tipp: Getränke in isolierte Trinkflaschen füllen.

(Hinweis: Zur richtigen Ernährung beim Wandern gibt es einen gesonderten Beitrag)

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