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Blasenschwäche ist auch Männersache

Häufiger Harndrang und ungewollter Urinverlust: Das kennen nicht nur Frauen. Etwa ein Drittel der sechs bis acht Millionen betroffenen Menschen in Deutschland sind Männer. „Bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren kann eine Prostatavergrößerung zu einer Inkontinenz führen“, so Tatjana Zambo vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Auch Prostataoperationen oder ein Bandscheibenvorfall könnten eine Inkontinenz zur Folge haben. Selbst jüngere Männer sind hiervor nicht gefeit: Bei ihnen kann eine Entzündung der Vorsteherdrüse eine zeitweilige Blasenschwäche auslösen. Um eine Inkontinenz – je nach Ursache – gezielt mit Medikamenten oder einem Beckenbodentraining behandeln zu können, sollten Männer rechtzeitig einen Arzt aufsuchen oder sich vom Apotheker beraten lassen. So ist beispielsweise wichtig, die tägliche Trinkmenge von zwei Litern beizubehalten, damit kein konzentrierter Harn entsteht, der die Blase zusätzlich reizt.