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Deos richtig anwenden

Heiße Sommertage, Stress und körperliche Aktivität bringen den Körper in Wallung – und damit auch die Schweißproduktion, die sich schnell durch unangenehmen Geruch bemerkbar macht. Besonders unter den Achselhöhlen bilden sich gerne „Müffelflecken“. Da hilft nur eines: ein Deo. Wichtig ist jedoch, es richtig anzuwenden.

Deos richtig anwenden

Deodorants wirken insbesondere gegen die Geruchsbildung durch geruchsabsorbierende Stoffen wie Enzymhemmer und Parfümöle; antibakterielle Wirkstoffe beschränken zusätzlich das Wachstum der Bakterien. In Antitranspirants verengen Aluminiumsalze die Poren, sodass weniger Schweiß austritt. „In den handelsüblichen Produkten kommen jedoch in der Regel beide Wirkstoffe kombiniert vor“, erklärt Privatdozent Dr. Holger Petering, niedergelassener Hautarzt, Allergologe und Phlebologe mit Gemeinschaftspraxis in Hildesheim.

Was Sie beim Gebrauch von Deodorants beachten sollten:

  • Sinnvoll ist der Einsatz von Deos nur nach einer gründlichen Reinigung, da sich erst dann die Wirkstoffe entfalten können. Wer bereits schwitzt, greift lieber zu Wasser und Seife.
  • „Eine Rasur der Achselhaare ist bei starker Schweißbildung empfehlenswert. Die Haare bieten sonst ideale Nistplätze für die Bakterien“, rät PD Dr. Holger Petering.
  • Alkoholhaltige Deos können nach der Rasur auf der Haut brennen; deshalb mit dem Auftragen einige Stunden warten.
  • Da Alkohol zwar Bakterien hemmt, aber die Haut austrocknet, sollten ganz Empfindliche lieber Produkte ohne Alkohol verwenden.

Duftstoffe, auch natürliche, können Allergien auslösen. Aluminiumsalze hindern den Schweiß am Austreten, was zu Entzündungen der Haarfollikel führen kann. Einzige Möglichkeit: verschiedene Deos austesten.