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Erkältungsbäder richtig anwenden

Halsweh, Frösteln, kalte Füße oder schmerzende Glieder: Bei solchen Anzeichen kann ein heißes Bad eine Erkältung oft noch abfangen.

So fördert die Wärme die Durchblutung und stimuliert die Immunabwehr. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze, Kampfer, Kiefern- oder Fichtennadel wirken schleimlösend und machen die Atemwege frei. Besonders praktisch sind fertige Mischungen für Erkältungsbäder (in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern). Bevor Sie abtauchen, sollten Sie jedoch ein paar Dinge beachten:

• Badezusatz nach Vorschrift zum warm einlaufenden Wasser hinzugeben. Die Wassertemperatur sollte etwa 36 bis 38 Grad Celsius betragen. Ist das Wasser zu heiß, kann dies den Kreislauf zu stark belasten. Zudem regen auch ätherische Öle die Durchblutung an. Im Zweifelsfall lieber nach und nach warmes Wasser nachlaufen lassen.
• Die Badedauer sollte 10 bis maximal 20 Minuten betragen. Bei Herzklopfen, Schweißausbrüchen oder Schwindelgefühlen das Bad sofort abbrechen. Bei starker Überhitzung vorsichtig eine kalte Kompresse auf die Herzgegend legen.
• Nach dem Bad langsam aufstehen, gut abtrocknen und warm anziehen, damit der Körper die Wärme über die geöffneten Hautporen nicht gleich wieder abgibt. Wichtig auch: anschließend hinlegen und gut zudecken.
• Erkältungsbäder nicht anwenden bei Allergien gegen darin enthaltene ätherische Öle, Asthma, Keuchhusten oder Pseudokrupp (Gefahr von Atemnot bzw. eines Anfalls!) sowie bei Kindern unter drei Jahren. Speziell für Kinder gibt es mildere Erkältungsbäder zu kaufen.