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Kunst baut Stress ab

Sich künstlerisch zu betätigen, scheint ein wirkungsvolles Mittel gegen Stress zu sein – selbst dann, wenn man kein zweiter Picasso ist. Darauf deutet eine US-Studie an der Drexel University in Philadelphia hin. Die dortigen Forscher hatten 39 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren zu einer Kunst-Stunde eingeladen. Fast jeder Zweite hatte kaum oder keinerlei Kunsterfahrung. Für die kreative Gestaltung standen den Teilnehmern Stifte und Papier, Modelliermasse und Collagen-Material zur Verfügung. Mit diesem durften sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nur für etwaige Fragen stand ihnen ein Kunsttherapeut zur Seite. Wie die Auswertung der vorher und nachher entnommenen Speichelproben ergab, sanken die Cortisol-Spiegel der Probanden um 75 Prozent. Bei jüngeren Teilnehmern war der Entspannungs-Effekt am größten. Die Wissenschaftler vermuten als Grund, dass Ältere im Laufe ihres Lebens bereits mehr Problemlösungsstrategien entwickelt haben und mit Stress tendenziell besser umgehen können. Interessant: Der stressmindernde Effekt war unabhängig davon, ob die Probanden bereits Erfahrung mit Kunst hatten oder nicht.