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Neues Testverfahren für Darmkrebs-Screening

Bei der Darmkrebs-Früherkennung kommt zukünftig ein neues Testverfahren zum Einsatz: Quantitative immunologische Tests zum Nachweis von nicht sichtbarem Blut im Stuhl (iFOBT) lösen den derzeit verwendeten Gujak-basierten Test (gFOBT) ab. Dies hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Der Guajak-basierte Test hätte zwar auch zu einer geringeren Darmkrebstodesrate beigetragen, doch der immunologische Test verspreche laut den Experten noch bessere Ergebnisse. Mit ihm würden etwa doppelt so viele Krebserkrankungen und rund dreimal so viele fortgeschrittene Krebsvorstufen gefunden wie mit dem Guajak-Test.  Weiterer Vorteil: Die Kosten für den iFOBT können von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Bislang musste er als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von den Patienten selber bezahlt werden. Beide Testverfahren weisen verstecktes Blut im Stuhl nach. Unterschied: iFOBT verwenden Antikörper, die spezifisch an den menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin binden. Dadurch weisen sie tatsächlich nur menschliches Blut nach und nicht etwa unzureichend durchgegartes Fleisch, das man vorher gegessen hat. Dadurch ist iFOBT weniger störanfällig als die bisherige Methode.