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Richtige Hilfe bei Nasenbluten

Nasenbluten ist schnell passiert. In den seltensten Fällen steckt eine ernsthafte Ursache dahinter. Dennoch ist richtiges Handeln gefragt.

Zumeist ist das Platzen eines Blutgefäßes in der Nasenscheidewand durch Schnäuzen oder eine geschädigte Nasenschleimhaut bei Schnupfen der Grund. Auch Kinder bekommen durch kleine Unfälle beim Spielen schnell Nasenbluten. Hier einige wichtige Tipps, wie man Nasenbluten am besten vorbeugt und behandelt:

  • Bei Nasenbluten die Nasenflügel im vorderen knorpeligen Abschnitt mit Daumen und Zeigefinger fünf bis zehn Minuten zusammendrücken, bis die Blutung zum Stillstand kommt. Den Oberkörper während dieser Zeit hoch lagern und den Kopf leicht nach vorne beugen (nicht nach hinten in den Nacken legen!).
  • Um eine erneute Blutung zu vermeiden, nicht die Nase putzen oder darin herumstochern. Auch keine Papiertaschentücher oder Watte in die Nase stecken. Sie könnten sonst beim Herausnehmen die Wunde wieder aufreißen.
  • Zusätzlich hilfreich ist es, kalte Umschläge auf die Nase zu legen oder einen Eiswürfel zu lutschen. Grund: Durch den Kältereiz ziehen sich die Schleimhaut versorgenden Gefäße zusammen und die Blutung hört schneller auf
  • Wichtig: Den Kopf einige Stunden nach dem Nasenbluten höher als Herzhöhe halten. Erst dann die Nase vorsichtig von Blutkrusten reinigen.
  • Bei einer längeren Blutung von mehr als 15 bis 30 Minuten, Schwäche oder Übelkeit oder wenn Blut in den Rachen läuft, umgehend einen Arzt aufsuchen!
  • Bei Kindern kann einseitiges Nasenbluten auf einen Fremdkörper hindeuten. In diesem Fall zur Sicherheit einen Kinder- und Jugendarzt bzw. HNO-Arzt zu Rate ziehen.