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Schokohunger kann Nährstoffmangel sein

Nach einem stressigen Tag greifen viele von uns fast automatisch zur Schokolade. Kein Wunder, ist doch der süße Schmelz bekannt dafür, dass er im Gehirn die Ausschüttung des „Glücksbotenstoffs“ Serotonin ankurbelt. Doch es gibt noch einen weiteren Grund für den Schokohunger, glaubt Taylor Newhouse von der Texas A & M University: Magnesiummangel. Dieser Mineralstoff ist in der Leckerei reichlich enthalten. Auch ein Vitamin B-Mangel und hormonelle Veränderungen bei Frauen können eine Rolle spielen. Ein bisschen Schokolade zu essen, sei in diesem Fall in Ordnung. Die US-Ernährungsexpertin rät jedoch, auch zu gesünderen Alternativen wie einer Handvoll Nüsse oder Banane zu greifen. Bei einer Gier nach Fast Food und fettigen Lebensmitteln sollte man an einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren denken. Ausgleichen kann man dies mit gesunden pflanzlichen Fetten wie   Lein- oder Rapsöl sowie Fisch (z. B. Lachs). Stürzt man sich dagegen auf Kartoffelchips und  Salzbrezeln, kann dies eine Eisen-Unterversorgung anzeigen. Taylor Newhouse empfiehlt hier Lebensmittel, die nicht nur reich an Eisen, sondern auch an Kalzium und Kalium sind. Ein Glas Milch, Joghurt oder ein Salat mit dunkelgrünem (Blatt-)Gemüse verbessert die Kalzium- und Eisenversorgung. Eine Banane, Süßkartoffeln, Avocados und Zitrusfrüchte wirken Kaliummangel entgegen.

Zusatztipp: Bei vielen Heißhunger-Attacken hilft es schon, einfach mehr Wasser zu trinken, da man Durst oft mit Hunger verwechselt.