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Stoßwellen bessern Fersenschmerzen

Ist die Sehnenplatte an der Fußsohle gereizt oder entzündet, kann das äußerst schmerzhaft sein. Eine Stoßwellentherapie kann die Beschwerden spürbar lindern.

Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach Auswertung von insgesamt 29 Studien. Hierin wurde die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) mit Scheinbehandlung, verschiedenen aktiven Therapien oder einer anderen ESWT-Variante verglichen.

Danach konnte die Stoßwellentherapie Fersenschmerzen wirksamer lindern und den körperlichen Funktionsstatus stärker verbessern als eine Scheinbehandlung. Auch gegenüber Ultraschall und Iontophorese plus Einnahme von Schmerzmitteln ergaben sich Anhaltspunkte für einen höheren Nutzen der ESWT.

Hinsichtlich anderer aktiver Therapien fiel das Ergebnis durchwachsen aus. So ergab der Vergleich mit Operationen und Ultraschall plus Dehnübungen keinen höheren oder geringeren Nutzen. Gegenüber Dehnübungen allein und Glukokortikoid-Injektionen schnitt die ESWT sogar schlechter ab.

Stoßwellen sind stark gebündelte Druckwellen, die Schallwellen ähneln. Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie wird meist die schmerzhafteste Stelle am Fuß behandelt.

Dies soll die Zellen zur Bildung von Zytokinen anregen, den Zellumsatz erhöhen und so die Heilung des Bindegewebes beschleunigen.

Hierzu sind in der Regel drei bis fünf Sitzungen nötig. Unklar blieb in der Studienauswertung allerdings, wieviel Energie nötig ist, um eine positive Wirkung zu erzielen.