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Teilzeit-Fasten nicht besser als Diät

Intervall-Fasten („Alternate-Day Fasting“) heißt ein neuer Diät-Trend aus den USA. Hierbei wechseln sich Tage normalen Essens und „Fastentage“ mit einer Zufuhr von etwa 500 Kilokalorien ab. Doch gegenüber herkömmlichen Abspeckkuren bringt das Teilzeit-Fasten keinen Vorteil – weder im Hinblick auf das Durchhalten noch auf den Diäterfolg. Dies fanden US-Mediziner von der Universität Illinois in Chicago heraus. Sie hatten 100 fettleibige Erwachsene ein Jahr lang beobachtet. Ein Teil der Probanden hatte jeden zweiten Tag nur 500 Kilokalorien zu sich genommen und durfte an den anderen Tagen nach Belieben essen. Eine zweite Gruppe folgte einer üblichen Diät mit einer begrenzten Energiezufuhr von etwa 1.500 Kilokalorien am Tag. Die restlichen Teilnehmer unterlagen keinerlei Einschränkungen und dienten als Kontrollgruppe. Erwartungsgemäß bauten die Probanden in beiden Diät-Gruppen Gewicht ab. Doch verglichen mit der Kontrollgruppe war der Abnehm-Erfolg durch das Intervall-Fasten (6 Prozent) kaum größer als bei der täglichen Kalorienbegrenzung (5,3 Prozent). Der Anteil der Studienabbrecher lag in der Fastengruppe (38 Prozent) sogar höher als unter der konventionellen Diät (29 Prozent). (JAMA Internal Medicine)