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Wetterfühlig? Locker durchs nächste Tief

Wetterfühlige leiden häufig unter Kopfweh. ©Fotolia

Gestern noch eisige Minustemperaturen, heute ein frühlingshaftes Lüftchen. Nur die wenigsten sind in der Lage, derartige Schwankungen von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit problemlos zu verkraften. Umfragen zufolge reagiert jeder zweite bis dritte Deutsche mit gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gereiztheit, Schwindel oder Narbenschmerzen auf das Wetter.

Die genauen Ursachen der Wetterfühligkeit sind derzeit noch unklar. Wie man bislang weiß, ist der Organismus von Wetterfühligen oftmals nicht ausreichend trainiert. Folge: Der Kreislauf kann nicht mehr richtig auf die Klimareize reagieren. Hier einige Tipps, wie Sie mit Wetterreizen in Zukunft besser klar kommen:

  • Die beste und wirkungsvollste Maßnahme ist, sich den Wetterreizen regelmäßig auszusetzen. Bewegen Sie sich daher regelmäßig an der frischen Luft.
  • Bei niedrigem Blutdruck und Antriebsschwäche sind Wechselduschen ideal. Dabei zeitlich zwischen warm und kalt im Verhältnis 10 zu 1 wechseln und die Prozedur mehrmals wiederholen. Dabei immer mit kaltem Wasser abschließen! Alternative: eine Bürstenmassage.
  • Regelmäßige Saunagänge stärken nicht nur das Immunsystem und die Gefäße, sondern wirken auch entspannend und ausgleichend auf das bei raschen Wetterwechseln belastete vegetative Nervensystem.
  • Trinken Sie täglich mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit – am besten Mineralwasser, ungesüßte Säfte oder Kräutertees. Kaffee macht zwar wach, lässt den Kreislauf aber schnell wieder in den Keller sinken.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und fettarm. Bevorzugen Sie hierbei vitaminreiche Kost mit fünf bis sechs kleinen Mahlzeiten pro Tag.
  • Macht das Wetter sie depressiv und müde, ist Johanniskraut eine gute Hilfe. 1 EL Kräuter mit siedendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Pro Tag zwei Tassen trinken.
  • Gegen wetterbedingte Nervosität oder Schlafstörungen hilft ein abendliches warmes Kräuterbad mit Baldrian, Lindenblüten, Lavendel oder Johanniskraut. Hierzu einen Sud aus 300 g Kräutern herstellen oder fertige Badezusätze verwenden.