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Zyklus-Apps zur Empfängnisverhütung unsicher

Sie heißen „Period Tracker“ oder „Ladytimer“: Immer mehr Fertility-Apps drängen auf den Markt. Für die Schwangerschaftsplanung können die Zusatzprogramme fürs Smartphone oder Tablet durchaus nützlich sein. Frauen, die eine Schwangerschaft verhindern wollen, sollten jedoch besser auf bewährte Verhütungsmittel wie Antibabypille oder Kondome zurückgreifen, rät die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). So fehlten für die Apps klinische Studien. Von den technischen Hilfsmitteln sei der Nutzen von Hormon-Computern, die mittels Teststreifen den Harn untersuchen, noch am besten nachgewiesen, so Dr. Vanadin Seifert-Klaus von der Frauenklinik der Technischen Universität München. Diese Geräte könnten die fruchtbaren Tage mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen. Eine Garantie zur Vermeidung einer Schwangerschaft oder eine Sicherheit, ob der Eisprung stattfindet oder nicht, böten aber auch sie nicht. Daher sollten sie nur Frauen einsetzen, deren Zyklus und Lebensweise sehr regelmäßig ist und die eine Schwangerschaft nicht verhindern müssen.